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Aktuelles:


  • "Kleinkunst mit Tiefgang" 

Wir starten wieder (diesmal ganz ohne Sponsoren) mit unserem Projekt Kleinkunst mit Tiefgang im Herbst 2026. Es stehen bereits zwei Termine im Figurentheater Osnabrück fest: Donnerstag, der 10.09.2026 und Donnerstag, der 12.11.2026. 


Am 10.09.2026 findet folgende Veranstaltung statt:

                                                                                                               „Heimat, deine Sterne“ – Konzertanter Essay über das Hier- und Fremdsein im Figurentheater Osnabrück

 

 

 

Das Figurentheater Osnabrück wird zur Bühne für ein eindringliches Stück zeitgenössischer Kleinkunst: Mit „Heimat, deine Sterne“ bringt der Schauspieler Peter Badstübner gemeinsam mit der Band Much Better, Thank You einen konzertanten Essay auf die Bühne, der sich einem der zentralen Begriffe unserer Zeit widmet – der Heimat.

Im Zentrum steht Badstübners Text „Solastalgie“, ein persönlicher, literarisch dichter und zugleich politisch wacher Versuch, das schwer fassbare Gefühl von Herkunft, Verlust und Zugehörigkeit zu erkunden. Der Begriff „Solastalgie“ beschreibt den Schmerz über die Veränderung oder den Verlust der eigenen vertrauten Umgebung – ein Gefühl, das in Zeiten globaler Umbrüche viele Menschen betrifft und weit über individuelle Erfahrungen hinausweist.

Ausgehend von seiner eigenen Biografie spannt Badstübner einen weiten Bogen: von ostdeutschen Prägungen über Erfahrungen von Umbrüchen und Migration bis hin zu Begegnungen mit Menschen, die ihre Heimat verloren haben und neu suchen müssen. Dabei entsteht kein einheitliches Bild, sondern ein vielstimmiger Resonanzraum, der zeigt, wie fragil, wandelbar und umkämpft der Begriff „Heimat“ ist.

Die musikalische Ebene übernimmt die Band Much Better, Thank You: Zwischen Indie, experimenteller Improvisation und atmosphärischen Klangflächen reagieren die Musikerinnen und Musiker unmittelbar auf Sprache und Szene. Komposition und Improvisation greifen ineinander, schaffen Momente der Nähe, der Irritation und der Reflexion – und eröffnen so immer wieder neue Perspektiven auf das Gesagte.

Das Ergebnis ist kein klassisches Konzert und keine Lesung im engeren Sinn, sondern ein hybrides Bühnenformat zwischen Theater, Literatur und Live-Musik. Sprache wird Klang, Klang wird Kommentar – und das Publikum Teil einer künstlerischen Suchbewegung, die Fragen stellt, ohne einfache Antworten zu geben.

„Heimat, deine Sterne“ ist ein Abend über das Ankommen und Weiterziehen, über Grenzen und Übergänge – und über die leise, oft widersprüchliche Hoffnung, einen Ort zu finden, der mehr ist als nur ein geografischer Punkt.